Kulturelle Bildung
& Kooperationen
Gemeinsam Kultur gestalten
Kreative Bildungsprojekte
& ZUSAMMENARBEIT
Herbert
2025 | Koproduktion für das Performancekollektiv Merle | Mischke | Klee
Das Performancekollektiv Merle | Mischke | Klee hat seinen Sitz in Neumünster und ist assoziiert mit der Theaterwerkstatt Pilkentafel Flensburg. Bereits seit mehreren Jahren besucht uns das Kollektiv und bietet parallel zu den Aufführungen in Flensburg Workshops an. Im Jahr 2025 wurde „Herbert“, ein Projekt von Mark Christoph Klee, von der Theaterschule Flensburg und der Theaterwerkstatt Pilkentafel Flensburg koproduziert.
In „Herbert“ untersucht Mark Christoph Klee die Biografie seines schwulen Urgroßonkels, der als 175er während der NS-Diktatur in Haft war. Mit historischen Fakten über die homophobe Geschichte Deutschlands, queerer Musik aus den 50ern und 60ern sowie Archivmaterial aus seinem Familienbestand zieht er Parallelen zwischen seinem Leben als homosexueller Mann heute und dem von Herbert damals. Die intimen Szenen aus Text und Bewegung sprechen von Diskriminierungserfahrungen, erlauben Raum für Wut, Trauer, aber auch für queere Lebensfreude. „Herbert“ macht auf emotionale Weise greifbar, was Demokratie und Diversität bedeuten, wie jung und fragil Rechte für queere Menschen sind und wie sich Rechtsextremismus heute und damals ähneln.
Das Projekt wurde gefördert vom Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein und des Landesdemokratiezentrums beim Landespräventionsrat Schleswig-Holstein sowie vom Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein.
Sprache mit Theater fördern
2026 | Eltern-Kind-Theaterprojekt mit der Kita AlvoLewa
In enger Kooperation zwischen der Kita AlvoLewa und der Theaterschule Flensburg entstand ein besonderes Theaterprojekt für Eltern und Kinder.
Zum großen Abschluss auf der Bühne konnten die Teilnehmenden zeigen, was in ihnen steckt – mit viel Mut, Kreativität und Spielfreude. Gemeinsam wurde gespielt, ausprobiert und entdeckt, wie Theater Menschen verbinden kann.
Bereits in den vorherigen Terminen in der Kita sammelten Eltern und Kinder erste Erfahrungen mit Körper, Mimik und Stimme. Spielerisch wurden Ausdrucksmöglichkeiten erprobt und anschließend bewusst im gemeinsamen Theaterspiel eingesetzt. Dabei entstanden zahlreiche Sprechanlässe und kreative Momente, die sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen begeisterten.
Unter der Leitung von Elisa Priester ermöglichte das Projekt Familien, Theater gemeinsam zu erleben und neue Formen der Kommunikation und des Ausdrucks kennenzulernen.
Ein lebendiges Gemeinschaftsprojekt, das Groß und Klein nachhaltig in Erinnerung bleiben wird.
Schutzkonzept entwickeln
2025-2026 | Entwicklung von einem Kinder- und Jugendschutzkonzept
Die Theaterschule Flensburg entwickelt derzeit gemeinsam mit dem Internationaler Jugendhof Scheersberg sowie der LKJ SH e.V. – Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Schleswig-Holstein e.V. ein Schutzkonzept für Kinder und Jugendliche.
Als Mitglied der LKJ SH e.V. arbeiten wir seit Herbst 2025 intensiv daran, einen sicheren und vertrauensvollen Rahmen für alle jungen Menschen in unserer Einrichtung zu schaffen. Unser Ziel ist es, dass sich Kinder und Jugendliche in unserem Haus, in unseren Projekten und Kursen jederzeit wohl, ernst genommen und geschützt fühlen.
Uns ist bewusst, dass die Arbeit mit jungen Menschen besondere Aufmerksamkeit, Sensibilität und Verantwortung erfordert. Deshalb nimmt unser Kollegium seit mehreren Monaten an Fortbildungen teil und setzt sich intensiv mit den eigenen Arbeitsweisen sowie dem Umgang mit Gruppen auseinander.
Im Rahmen des Projektes wurden in allen Kinder- und Jugendgruppen der Theaterschule Workshops zum Thema persönliche Grenzen und Abgrenzung durchgeführt. Darüber hinaus fanden Gruppeninterviews sowie anonyme Befragungen von Kindern, Jugendlichen und Eltern statt. Die gewonnenen Erfahrungen und Rückmeldungen fließen direkt in die Entwicklung des Schutzkonzeptes ein.
Aktuell arbeiten wir an der schriftlichen Ausarbeitung des Konzeptes sowie an konkreten Zielen für dessen langfristige Umsetzung und Verankerung in unserer Einrichtung. Unser Schutzkonzept soll nicht nur ein Dokument sein, sondern ein lebendiger Bestandteil unserer täglichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
Das Projekt wird gefördert durch „Start2Act“, ein Programm der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ), finanziert von der Europäischen Union.