Soundmap

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Willkommen zu „SOUNDMAP ® Grenzlandjubiläum“

„SOUNDMAP ® Grenzlandjubiläum“ ist ein Soundwalk, der aus erzählten Geschichten rund um die deutsch-dänische Grenze besteht und anlässlich des 100. Jahrestages der deutsch-dänischen Grenzziehung von 1920 entstanden ist.

Was ist ein Soundwalk?

Ein Soundwalk ist eine interaktive Audio-Installation, die mit Hilfe eines Smartphones gehört werden kann. Während man sich entlang eines bestimmten Weges bewegt, werden Soundfiles abgespielt. Dies könnten Geräusche und Sounds sein, die an einem Ort eine frühere Nutzung auditiv wieder erlebbar machen, etwa von einer alten Fabrik, von der nur noch die Ruinen stehen. In unserem Fall sind es Erinnerungen, die von Erlebnissen und dem Leben an und mit der Grenze handeln.

So funktioniert’s

Lade die App „Soundmap“ aus dem App Store oder von Google Play herunter und installiere diese. Bitte erteile der App alle Berechtigungen – die App funktioniert sonst nicht. Aktiviere GPS-Ortung und mobile Daten. Stelle die Standortbestimmung auf hohe Genauigkeit.

Bitte deaktiviere wenn möglich das Displaytimeout oder die Displaysperre für die Nutzung des Soundwalks, oder stelle diese auf eine hohe Dauer ein. Bei Smartphones mit Android läuft die App nicht im Hintergrund weiter, wenn sich das Display ausschaltet. Das bedeutet, dass die Geschichte vom letzten georteten Standort in Dauerschleife abgespielt wird.

Wenn du nun die App öffnest, ist der Soundwalk „Jeg kan huske ®Skagen“ ausgewählt. Drücke auf das Symbol der Liste und wähle dort „SOUNDMAP ® Grenzlandjubiläum“ von Hans Sydow aus. Drücke auf den Zurückpfeil: in der App wird nun eine Karte angezeigt, die dir bei der Orientierung hilft. Der Soundwalk in Flensburg beginnt vor der Kirche St. Jürgen, an der Ecke St. Jürgen Straße – Jürgensgaarder Straße und führt einmal um die Kirche herum, über die Jürgensgaarder Straße in die Brixstraße, wo man dann in den Erlenweg abbiegt. Von dort geht es über die kurze Ulmenstraße in die Brixstraße und wieder zurück in Richtung St. Jürgen.

Um den Soundwalk zu starten, drücke auf den Button mit dem stilisierten Soundmap-Logo und der gestrichelten Linie. Um den Soundwalk zu beenden drückst du den Zurückpfeil. Damit jeder die Geschichten in seinem eigenen Schritttempo erleben kann, sollten Kopfhörer getragen werden. Ein voll geladener Akku ist von Vorteil.

In der Liste der Soundwalks kannst du sehen, dass es viele weitere Soundwalks gibt. Natürlich auch den anderen Teil dieses Projekts: den Soundwalk „SOUNDMAP ® genforeningen“, der von der Düppeler Mühle bis zur St. Marie Kirche in Sonderburg führt.

Eine Kurzanleitung zur Nutzung der App kann hier heruntergeladen werden: Soundmap Kurzanleitung

Schulmaterial

Für Schulen haben wir Material entwickelt, dass die Einbindung des Themenkomplexes rund um die deutsch-dänische Grenze in den Unterricht durch das Gehen des Soundwalks ermöglicht. Es kann hier heruntergeladen werden: Schulmaterial

 

Das Projekt „SOUNDMAP ® Grenzlandjubiläum“

 

Das deutsch-dänische Projekt „SOUNDMAP ® Grenzlandjubiläum“ ist eine Kooperation des Vereins Ny Kunst i Sønderborg und der Theaterschule Flensburg und wurde mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Es basiert auf der künstlerischen Arbeit des dänischen Komponisten Hans Sydow, der Alltagserinnerungen an die Grenzziehung und die deutsch-dänische Grenze gesammelt hat. Jugendliche und erwachsene Schüler der Theaterschule waren eingeladen zu erzählen, welche Erfahrungen und Geschichten sie mit der deutsch-dänischen Grenze verbinden. Basierend auf diesen Erzählungen ist ein Soundwalk entstanden, der seit dem 01.11.2020 dauerhaft abrufbar ist und Jung und Alt einlädt, beim Gang durch Flensburgs Gassen neue Perspektiven auf die regionale Geschichte zu erfahren.

Seine Entsprechung findet der Soundwalk in Sonderburg. Auch dort hat Hans Sydow Erfahrungen und Alltagsgeschichten über die deutsch-dänische Grenze eingesammelt und zu einem Soundwalk verarbeitet, der auf historischem Grund an der Düppeler Mühle startet. Die beiden Soundwalks sind in sich abgeschlossen, gehören inhaltlich aber zusammen. Denn gemeinsam erzeugen Sie durch den angewandten Bilingualismus eine Intertextualität, eröffnen neue Bedeutungs- und Interpretationsräume, die so nur in dieser zweisprachigen Region mit ihrer besonderen Geschichte möglich werden. Geschichten, die sich ergänzen, obwohl die Erzählenden sich nie gesehen oder getroffen haben. Geschichten von beiden Seiten der Grenze. Geschichten der Unterschiede und der Gemeinsamkeiten. Geschichten vom Leben mit der Grenze.

Komponist Hans Sydow berichtet: „Es war für mich sehr bewegend, die Geschichten für das Projekt von Teilnehmern von beiden Seiten der Grenze einzusammeln. Alle waren sehr dankbar, am Projekt teilzuhaben und die Möglichkeit zu bekommen, von ihren Erfahrungen mit der deutsch-dänischen Grenze berichten zu können. Wie eine deutsche Teilnehmerin zu mir sagte: ’Es muss schon ordentlich gemacht werden, wenn du den ganzen Weg aus Dänemark zu uns kommst, um unsere Erzählungen aufzuzeichnen.‘ Die Grenzziehung und heutige Grenze hat für Deutsche und Dänen eine unterschiedliche Bedeutung, aber es ist deutlich geworden, dass sie etwas für uns alle bedeutet. Und dieses Projekt hat Anteil daran, den Dialog über die Grenze hinweg zu befördern.“