Nach Euripides von Heiner Müller
In einer Bearbeitung von André Eckner

Samstag, 6. Juni

Sonntag, 7. Juni

jeweils 16 Uhr

Eintritt frei und ohne Reservierung – wir freuen uns über Spenden.

Das Stück beschreibt die antike Medea-Gestalt als „Barbarin“, die in der westlichen Zivilisation ausgegrenzt wird. Es ist Ausdruck unseres Versuches, eine fehlgeschlagene und missverstandene Integrationspolitik zu verarbeiten. Der Text kann als Auseinandersetzung mit dem europäischen Selbstverständnis und unserer Gewaltgeschichte verstanden werden, einer Geschichte, die wir aktuell wieder neu durchleben müssen.
„Medeamaterial“ steigert den antiken Medea-Mythos, indem es Verrat, Rache, Beziehungskonflikte und Kindesmord ins Extreme treibt, um den Zusammenprall von Kulturen und dessen Folgen zu visualisieren. Themen sind also Zerstörung und der Verlust der eigenen Identität – damit ist das Stück hochaktuell, verzichtet aber darauf, endgültige Antworten geben zu wollen.

Persönlicher Nachsatz von André Eckner „Wenn wir nicht begreifen, dass wir uns gegenseitig akzeptieren und respektieren müssen, in all unseren Unterschieden und Besonderheiten, und voneinander lernen, also ausdrücklich auf kulturelle Aneignung angewiesen sind (!), dann hat unsere Zivilisation keine Zukunft.“ 

Es spielen: Lenn Adler, Sena Egehave, Aiden (Jessica) Davydov, Morlin Hahn, Clara Lobsien, Nina Minaeipour, Lina Malie Puffpaff, Sawina Szilinski, Lisa Marie Thomsen